August Schuler - Mönchmühle Ravensburg

Getreidearten

Getreide

Täglich nehmen wir die Frucht der verschiedensten Getreidearten als Nahrung in uns auf. Doch was wissen wir über das Gewächs, das schon seit Jahrtausenden zu Mehl und Brot verarbeitet wird?
Hier finden Sie einige Informationen über eine der ältesten von Menschen kultivierten Landpflanzen - das Getreide.

Entwicklung der Getreidearten

Botanisch gehören die Getreidearten zur Gruppe der Gräser und mit über 315 Gattungen und fast 4000 Arten zählen sie zu den artenreichsten botanischen Familien. Diejenigen Getreidearten, die der menschlichen Ernährung dienen, bezeichnet man als Kulturgräser, da sie schon frühzeitig in der Geschichte der Menschheit verwendet und gezüchtet wurden. Die Entwicklung der Brotgetreidearten geht mit der Entwicklung der Menschheit konform. Der Mensch verwendete die Gräser schon in der Urzeit für seine Ernährung. In der Steinzeit, als sich der Ackerbau langsam entwickelte, gehörten die Gräser zu den ersten Kulturpflanzen.

Getreide als Nahrungsmittel

Die älteste Getreideart ist vermutlich die Hirse, aber auch Weizen und Gerste sind bei Grabungen, die bis ins 10. Jahrtausend vor Christus zurückgehen, gefunden worden. Damals war Getreidebau die Grundlage für die Entwicklung höherer Kulturen. Auf Grund der günstigen Zusammensetzung des Getreidekorns ist es als Nahrungsmittel besonders geeignet. Dazu kommt, dass Getreide sich auch über längere Zeit gut lagern lässt. Die Menschen konnten so Vorräte anlegen und wurden dadurch unabhängiger von den Naturgewalten. Erst durch den Landbau konnten größere Siedlungen angelegt und mit Nahrung versorgt werden. Auf diese Weise erst konnten Hochkulturen, bis hin zu unserer Zivilisation, entstehen.

Längsschnitt eines Weizenkorns

Weizenkorn Längsschnitt
Längsschnitt
Weizenkorn
Der Aufbau eines Getreidekorns wird in der folgenden Skizze am Beispiel eines Weizenkorns erklärt. Im Längsschnitt sieht man die einzelnen Schichten - außen die Fruchtschale, dann die Samenschale und innen der Mehlkörper.

Getreidearten im Detail