Getreide
Täglich nehmen wir die Frucht der verschiedensten Getreidearten als Nahrung in uns auf. Doch was wissen wir über das Gewächs, das schon seit Jahrtausenden zu Mehl und Brot verarbeitet wird?Hier finden Sie einige Informationen über eine der ältesten von Menschen kultivierten Landpflanzen - das Getreide.
Entwicklung der Getreidearten
Botanisch gehören die Getreidearten zur Gruppe der Gräser und mit über
315 Gattungen und fast 4000 Arten zählen sie zu den
artenreichsten botanischen Familien. Diejenigen Getreidearten,
die der menschlichen Ernährung dienen,
bezeichnet man als Kulturgräser, da sie schon frühzeitig
in der Geschichte der Menschheit verwendet und
gezüchtet wurden.
Die Entwicklung der Brotgetreidearten geht mit der
Entwicklung der Menschheit konform. Der Mensch verwendete
die Gräser schon in der Urzeit für seine
Ernährung. In der Steinzeit, als sich der Ackerbau
langsam entwickelte, gehörten die Gräser zu den
ersten Kulturpflanzen.
Getreide als Nahrungsmittel
Die älteste Getreideart ist vermutlich die Hirse,
aber auch Weizen und Gerste sind bei Grabungen, die
bis ins 10. Jahrtausend vor Christus zurückgehen,
gefunden worden.
Damals war Getreidebau die Grundlage für die Entwicklung
höherer Kulturen. Auf Grund der günstigen Zusammensetzung
des Getreidekorns ist es als Nahrungsmittel
besonders geeignet. Dazu kommt, dass Getreide sich
auch über längere Zeit gut lagern lässt. Die Menschen
konnten so Vorräte anlegen und wurden dadurch unabhängiger
von den Naturgewalten. Erst durch den Landbau
konnten größere Siedlungen angelegt und mit
Nahrung versorgt werden. Auf diese Weise erst konnten
Hochkulturen, bis hin zu unserer Zivilisation, entstehen.
Längsschnitt eines Weizenkorns
Der Aufbau eines Getreidekorns wird in der folgenden Skizze
am Beispiel eines Weizenkorns erklärt. Im Längsschnitt sieht man
die einzelnen Schichten - außen die Fruchtschale, dann die Samenschale und innen der Mehlkörper.


Längsschnitt